FAQ

Haben Sie Fragen?

Muss sich mein Betrieb der Branchenlösung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Metallgewerbe anschliessen?

Die Branchenlösung ist eine Möglichkeit, die EKAS-Richtlinie über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit umzusetzen. Ansonsten müssten Sie zusammen mit Spezialisten der Arbeitssicherheit eine individuelle Lösung für Ihren Betrieb erarbeiten. In den meisten Fällen ist diese Variante wesentlich teurer und aufwändiger.

Wer muss die Erfordernisse der EKAS-Richtlinie über den Beizug von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten der Arbeitssicherheit erfüllen?

Alle Betriebe, in denen besondere Gefährdungen auftreten. Für Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern existieren Vereinfachungen in der Nachweispflicht. Darauf nimmt die Branchenlösung Rücksicht.

Neues Bonus-Malus-System

Im Jahre 1995 wurde im Metallgewerbe erfolgreich ein Bonus-Malus-System eingeführt. Durch eine risikobezogene Prämienbemessung wollte man Anreize für Investitionen in die Arbeitssicherheit schaffen. Die Erfahrungen sind denn auch positiv und durch die zusätzliche Unterstützung der Branchenlösung Arbeitssicherheit im Metallgewerbe konnten die Unfallzahlen seither sukzessive reduziert werden.

Ungenügend hat sich das neue System bei kleinen Unternehmungen erwiesen, die sehr schnell auf Veränderungen bei den Unfallzahlen reagieren. In Kleinbetrieben ereignet sich im Durchschnitt alle zehn Jahre ein Unfall, der allerdings zu einem schlechten Schadensverlauf und einem entsprechend grossen Malus führt. Solche Kleinbetriebe zahlen denn auch bis zu viermal mehr Jahresprämien als vergleichbare Mitbewerber.

Das neue Bonus-Malus-System 03 berücksichtigt diese negativen Erfahrungen und schafft das Bonus-MalusSystem für Kleinbetriebe wieder ab. Bei diesen Kleinbetrieben, die weniger als eine Prämie von Fr. 5'000.00 bezahlen, was in etwa einem Dreimannbetrieb entspricht, kehrt man zurück zum Solidaritätsgedanken mit einer einheitlichen Branchenprämie. Der bisher durch einen Unfall immer wieder festgestellte Jo-Jo-Effekt mit starken Belastungen für den Betrieb entfällt.

Aber auch für die grösseren Betriebe wird das neue Bonussystem kalkulierbarer, indem inskünftig nicht mehr die Anzahl Unfälle sondern die verursachten Kosten ausschlaggebend sind. Der Aufwand wird allerdings gestutzt und sowohl Heilungskosten wie Taggeldkosten sind limitiert. Zudem werden Unfälle für maximal sechs Jahre angerechnet und die Berufskrankheiten werden nicht mehr in die Prämienbemessung einbezogen. Ebenfalls wird die maximal zulässige Veränderung des Prämiensatzes eingeschränkt, so dass Ausschläge verhindert werden.

Ab 1. Januar 2005 wird nun das Bonus-Malus-System für die Klasse 13d, die Unterklasse C0 Reparaturwerkstätte für Landwirtschafts- und Baumaschinen eingeführt. Dabei werden die Kleinbetriebe zurück zum Einheitssatz geführt, was für rund 290 Betriebe eine Erhöhung bedeutet, für 267 Betriebe eine Ermässigung. Für die ganze Branche ist das Modell kostenneutral und führt zu keinerlei Mehreinnahmen für die SUVA. Gesamthaft analysiert bringt das neue Bonusmodell Vorteile, obwohl vereinzelt kurzfristig schmerzhafte Anpassungen notwendig sind. Die Solidargemeinschaft für Kleinbetriebe macht jedoch Sinn, da andernfalls einzelne Unfälle den Betrieb auf Jahre hinaus schwer belasten.

Der Zeitpunkt der Einführung des Bonus-Malus-Systems 03 im Metallbau (Klasse 11C) wird zur Zeit verbandsintern abgeklärt.